CV
Die frühen Jahre
Aufgewachsen in Flensburg, exportiert nach Ungarn mit 15. Massiver Kulturschock, begleitet von invasiven Träumen, der nächste Alejandro Jodorowsky zu werden.
Ende des Studiums
https://mome.hu/hu/international
„Dies ist mein Raster. Es gibt viele andere, aber dies hier ist meins. Mein Raster ist mein bester Freund. Es ist mein Leben. Ich muss das Raster beherrschen, wie ich mein Leben beherrschen muss. Ohne mich ist mein Raster nutzlos. Ohne mein Raster bin ich nutzlos...“
Lehrjahre im Print-Bereich (A&D Juliette)
Intensive Arbeit im Bereich DTP und Print-Design für die Budapester Gastronomie (Gundel, Spoon, Robinson) sowie für Marken wie Subaru, Suzuki und die Carion Holding.
Startup-Realität (Cymetriq)
Mitgründung von Cymetriq zusammen mit Daniel Frölich – mit dem Ziel, die Kreativbranche zu reformieren (natürlich).
Die Realität: Zwei gemietete Schreibtische in einer Art Höhle, Überleben durch Tütensuppen und die Annahme jedes Auftrags von jedem, der bereit war, uns überhaupt Geld zu zahlen.
Agenturleben (Carnation)
Eingestellt von Carnation (heute Possible Worldwide), um Websites und Flash-Banner zu entwerfen. Zusammenarbeit mit frühen Versionen heutiger Design-Legenden wie Roland Hídvégi, Balázs Kovács und Robert Farkas.
Die Rückkehr (Cymetriq)
Rückkehr zum mittlerweile respektierten Unternehmen Cymetriq (Danke, Daniel) mit Fokus auf Webdesign, CI und Print. Ich entwarf die ungarische Website von Comedy Central, gewann „Website of the Year 2009“ für AegonDirect (heute Alfa) und sammelte Awards für ein halbes Dutzend Flash-Seiten, die heute nicht mehr existieren (Danke, Steve Jobs).
Das eigene Studio (Yellowfox)
Gründung meiner eigenen Agentur, um die Kreativbranche zu reformieren (schon wieder). Leider führte der berüchtigte Regierungswechsel 2010 in Ungarn dazu, dass EU-Gelder sofort von unseren Kunden weg hin zum Klempner des Premierministers umgeleitet wurden.
Die Folge: Masseninsolvenzen, die auch meinen kleinen Fuchs mitrissen.
Das DACH-Manöver
Mit einem Neugeborenen und einer insolventen Firma im Gepäck orientierte ich mich in Richtung DACH-Markt, indem ich die Konkurrenz auf Design-Contest-Plattformen demoralisierte.
Das Ergebnis: Ein solider Kundenstamm in Deutschland und der Schweiz.
Deutsche Telekom
Entdeckt von der internationalen HR-Firma Prodata (heute emagine) und exportiert nach Bonn als Senior Designer bei der Deutschen Telekom. Erforschung von eCommerce-Lösungen zu Beginn der Ära des Responsive Design.
4-stündige Kaffeepausen, 2-stündige Meetings über andere Meetings – und die eigentliche Arbeit erledigen, wenn alle anderen schon zu Hause waren.
Hier entwickelte ich auch meine Verschwörungstheorie, dass SCRUM in Wahrheit Industriespionage ist, getarnt als Dienstleistung.

Remote-Arbeit für Telekom, Freelancing, Webflow Entdecken & Europa-Tournee
Umzug zurück nach Budapest. Remote-Arbeit für die Telekom (UI-Design für Telekom-Apps und Prototyping für Magenta TV in Webflow) sowie Freelancing für KMU in der DACH-Region und den USA.
Eine meiner größten Errungenschaften bis heute: Leitung meiner Design-Operations von einem Nightliner während einer einmonatigen Europa-Tournee mit meiner Stoner-Rock-Band Hot Beaver als Support für die Kultband Ektomorf. Der Schnitt des Musikvideos zu unserem Track „Static Matter“ ist bis heute mein absolutes Lieblings-Filmprojekt – was mir zudem die spezifische Fähigkeit einbrachte, jede Dialogzeile aus „Plan 9 From Outer Space“ auswendig zitieren zu können.

Sapient-Nitro
Ein weiteres Abenteuer via emagine bei Sapient-Nitro (mittlerweile Publicis Sapient) in Köln. Arbeit als Senior Designer am UI der Lufthansa App und das 2016er Bosch.com-Rebranding, inklusive Prototyping in Webflow.

Der Webflow-Rausch
Webflow wählte mich für die erste Riege ihrer „Partner“ aus und finanzierte mir in den folgenden fünf Jahren praktisch mein Haus (ich werde niemals ein schlechtes Wort über Webflow verlieren – aber wenn das Interface noch einmal ändern, ziehe ich ernsthaft wieder Microsoft Frontpage in Erwägung).
Über 100 vollständige Webflow-Projekte sowie Wartung und Updates für unzählige bestehende Seiten. Kunden hauptsächlich aus den USA, der DACH-Region. Und ein wirklich seltsamer Typ aus Norwegen, der Forderungen stellte, die oft einen Übergang zu nicht-euklidischen Geometrien nahelegten. Und er zwang mich dazu, eine total coole Font durch eine billige zu ersetzen. Das ist nicht etwas, das ich auf die leichte Schulter nehme.
Bildungs-Offensive
Neben dem Freelancing bot ich Wochened-Webflow-Crashkurse für Digitalagenturen an, hauptsächlich in Deutschland – bis Covid erfunden wurde, einzig und allein um mein lukratives Geschäftsmodell zu stoppen.
Die Pause
Ich nahm mir eine längere Auszeit, um mich mit gesundheitlichen Problemen auseinanderzusetzen. Dies gab mir die Chance, meine Skills zu entwickeln und meine Arbeitsweise neu zu kalibrieren.
Die Gegenwart
- Meine 14-jährige Tochter hat mich neulich in perfektem Englisch ein „Fascist Tool“ genannt (Papa ist so stolz).
- Um meine Lebensspanne zu verlängern, arbeite ich strikt nur an einem Projekt gleichzeitig.
- Ich habe mein eigenes Webflow-Framework FLO gebaut, um die Kreativbranche zu reformieren (schon wieder).
- Meine Kunden sitzen meist in den USA oder Deutschland – und hoffentlich gehören bald auch SIE dazu. :)


